Lerntipps von Lernkarten-online

Du glaubst, Lernen ist jedem gegeben. Nope! Beim Lernen kann man Vieles falsch machen. Damit du beim Lernen nicht deine Zeit verschwendest und deine Lernergebnisse verbessern kannst, erfährst du hier, worauf du achten musst.

Lernkarten-online präsentiert hier im Dezember jeden Tag drei neue Lerntipps!

Hier erfährst du:

  • Welche Techniken dir beim Lernen helfen
  • Welche Rahmenbedingungen geeignet sind zum Lernen
  • Wie du am effektivsten Sprachen lernst
  • Wie du dich am effizientesten auf Prüfungen vorbereitest

Tipp 1 – Kläre das Warum

Dein Lernerfolg hängt am stärksten von deiner Motivation ab. Entsprechend wichtig ist, dass du zunächst für dich klärst, warum du etwas lernst. Mache dir klar, was du erreichen möchtest und wie dein Leben in ein paar Jahren aussehen soll.

Tipp 2 – Spring ins kalte Wasser

Du kennst das Gefühl, wenn du schwimmen gehst. Das Wasser wird erst angenehm, wenn du drin bist. Gleich ist es mit deiner Lernmaterie. Zögere nicht. Stürz dich sofort in die Materie. Verliere zu Beginn keine Zeit mit planen oder sinnlosem Drumherum.

Tipp 3 – Lerne nicht allein

Nein, damit ist nicht gemeint, dass du in Gruppen arbeiten sollst. Gruppenlernen ist zwecklos. Aber du kannst dich mit Gleichgesinnten zusammentun. Sucht Orte auf, wo ihr in Ruhe (jeder für sich) lernen könnt. Am idealsten geeignet sind dafür natürlich Bibliotheken.

Tipp 4 – Nimm es nicht zu ernst, Spass muss sein

Ok, klingt abwegig, beim Lernen von Spass zu sprechen, doch sollte immer mit einer Portion Humor gelernt werden. Nichts ist schlimmer, als verkrampft und verbissen zu lernen. Bleib locker

Tipp 5 – Fehler sind ok

In der Schule lernt man Fehler zu vermeiden, doch sind es häufig die Fehler, die einen weiterbringen. Thomas Edison brauche 4000 Versuche, bis er die Glühbirne erfand. Wann hast du das letzte Mal etwas 4000 Mal versucht? ;-)

Entscheidend ist, dass man sich von Fehlern nicht einschüchtern lässt, sondern aus ihnen lernt. En Grund, warum Kleinkinder so schnell lernen ist vermutlich der, dass sie sich nicht davor fürchten, Fehler zu machen, eine Eigenschaft, die leider sehr schnell nach Schuleintritt verloren geht.

Tipp 6 – Führe Selbstgespräche

Manchen hilft’s: Spreche mit dir selber. (Geht natürlich nur zu Hause)

Tipp 7 – Lerne den Stoff vor dem Unterricht/der Vorlesung

Dieser Tipp braucht vermutlich am allermeisten Disziplin von allen, doch zahlt sich dessen Befolgung umso mehr aus. Bereite dich auf den Unterricht/auf die Vorlesung vor! Du kannst dadurch vielmehr von der Zeit an der Schule oder an der Uni profitieren.

Tipp 8 – Automatisiere Abläufe durch Wiederholung

"Lernen ist wiederholen" sagt ein chinesisches Sprichwort. Wenn du etwas mehrmals übst, lernt dein Unterbewusstsein automatisch mit. Das Wissen findet so allmählich den Weg ins Langzeitgedächtnis, wo es dir viel schneller und klarer zur Verfügung steht.

Tipp 9 – Lerne oft und kurz statt selten und viel zu lang

Statt auf einmal 12 Stunden am Stück zu lernen solltest du besser viele einzelne Einheiten planen. Eine Lerneinheit sollte etwas zwischen 30 Minuten und einer Stunde dauern. Darauf sollte eine Pause folgen. Gestalte diese kurzen Zeiten dafür umso intensiver.

Tipp 10 – Beachte die Vergessenskurve

Das menschliche Gehirn vergisst vor allem zu Beginn. Darum muss der Lernstoff gerade am Anfang häufiger wiederholt werden. Die Zeit zwischen den Wiederholungen kann anschliessend immer länger werden.

Tipp 11 – Nicht mehr als alles lernen

Ein typischer Zeitfresser von wertvoller Lernzeit ist das Lernen von Unwichtigem. Stets ist die Gefahr da, beim Lernen den Blick für das Wesentliche zu verlieren.

Um dies zu vermeiden, sollte man sich an Lernziele oder an den Unterrichtsinhalt halten. Häufig wird – gerade bei Vorlesungen an der Uni – noch sogenannte weiterreichender Stoff angegeben.

Vergiss diesen! Natürlich darfst du dich mit diesem Stoff befassen, wenn es dich interessiert. Häufig sind diese Zusatzlektüren die interessantesten.

Auch solltest du dich davor behüten, dich zu sehr in die Details zu vertiefen. Ein wunderschöner Beweis, ein brillanter Gedankengang mag zwar die (wahre) Neugier beglücken, nur bringt es dir wenig, diese Details zu kennen, wenn du die wirklich wichtigen Auszüge des Stoffs nicht beherrschst.

Stell dir also immer die Frage wie wahrscheinlich etwas Bestimmtes an der Prüfung behandelt wird, und lerne mit dem entsprechenden Effort.

Tipp 12 – Wie du gegen die Vergesslichkeit ankämpfst

Um gegen das Vergessen anzukommen ist es wichtig zu wissen, was man vergessen hat. Du kennst bestimmt den Unterschied zwischen Lang- und Kurzzeitgedächtnis. Wenn man etwas lernt und kurz darauf sich selbst testet, weiss man häufig das meiste noch.

Um zu überprüfen, welcher Teil es nicht in das Langzeitgedächtnis geschafft hat, sollte man bewusst eine Weile lang den Lernstoff beiseitelegen. Nach dieser Pause sollte erneut geprüft werden, nun zeigen sich die Lücken.

Natürlich empfiehlt es sich, diesen Prozess so oft wie möglich zu wiederholen.

Tipp 13 – Nicht zu viel Neues aufs Mal

Das Gehirn ist nur beschränkt in der Lage, neue Dinge zu lernen. Es braucht Zeit, gewähre es ihm. Darum solltest du, wenn du sehr viel verschiedenes Neues hast, möglichst genug Lerneinheiten einplanen, damit du den neuen Stoff auf diese verteilen kannst.

Tipp 14 – Kurz vor Prüfungen nichts mehr Neues

Das Bestehen einer Prüfung ist auch eine mentale Sache. Darum solltest du kurz vor der Prüfung keinen neuen Stoff mehr lernen. Die Gefahr ist zu gross, dass es dich verwirrt. Wiederhole stattdessen besser das, was du schon kannst. Das stärkt einerseits dein Selbstvertrauen, andererseits bringt es dir eher punkte, da du die Grundlagen bereits beherrschst.

Tipp 15 – Lernpausen einbauen

Plane regelmässige Pausen ein. Deine Lernabschnitte sollten kurz und intensiv sein. Zum Beispiel könnte dein Vormittag so aussehen:

ZeitAktivität
07:30 45 Minuten lernen
08:15 10 Minuten Pause
08:25 45 Minuten lernen
09:10 20 Minuten Pause
09:30 45 Minuten lernen
10:15 10 Minuten Pause
10:25 45 Minuten lernen
11:10 20 Minuten Pause
11:30 45 Minuten lernen
12:15 Mittagspause

Diverse Studien haben gezeigt, dass der Lerneffekt vor allem zu Beginn und gegen Ende einer Lernsequenz am höchsten ist. Darum ist es besser davon viele zu haben. Ewig langes Lernen am Stück ist sowieso zermürbend und bringt am Ende nicht viel.

Tipp 16 – Pausen sinnvoll gestalten

Pausen sollten Abwechslung bringen. Stelle sicher, dass du deinem Gehirn in den Pausen Zeit gibt „auszuatmen“. Am besten du bewegst dich. Verlasse den Arbeitsplatz. Gehe an die frische Luft. Iss etwas Gesundes.

Tipp 17 – Lerne zielorientiert – kläre, was wirklich prüfungsrelevant ist

Verschwende deine Zeit nicht damit, dass du das Falsche lernst. Es mag banal klingen, doch ist das nicht unwesentlich.

Kläre bei der Lehrperson oder dem Dozenten, ob du die richtigen Lernziele verfolgst. Nicht immer ist der ganze Stoff auch prüfungsrelevant. Erkunde auch alte Prüfungen, damit du herausbekommst, welches die Kernthemen für die Prüfung sind.

Des Weiteren ist auch bei Prüfungen häufig das Pareto-Prinzip anwendbar. Das besagt ungefähr Folgendes (auf Prüfungen angewendet): 20 Prozent des Prüfungsstoffs generieren 80% aller Punkte. Es ist eine Kunst, herauszufinden, welcher Teil zu den 20% gehört. Es basiert zum grössten Teil auf Erfahrung. Doch entscheidend ist, dass man sich die Aufgabe stellt, einmal die Wichtigkeit des Lernstoffs zu gewischten.

Je wichtiger etwas eingestuft wird, desto mehr Zeit darf es natürlich von der gesamten Lernzeit in Anspruch nehmen.

Tipp 18 – Ordnung halten im Lernmaterial

Es ist eine Disziplinfrage, aber Ordnung ist nicht zu unterschätzen. Wichtig ist, dass man sich zu Beginn einer Lernphase einen Überblick verschafft über das Material und dieses entsprechend sortiert.

Verschaffe dir Struktur. Wenn du dir erst einmal einen Übersicht verschafft hast, wird die gesamte Lernmenge auch weniger erschlagend wirken und du bist besser in der Lage, die ganze Materie systematisch anzugehen.

Tipp 19 - Setz dein Mobiltelefon auf Flugmodus

Warum, muss wohl nicht erklärt werden.

Tipp 20 – Vermeide Störungen

Versuche zudem alle anderen potentiellen Störquellen zu beseitigen. Erkläre zum Beispiel deinen Mitbewohner, dass du Ruhe brauchst und sie dich erst nach einer gewissen Zeit wieder aufsuchen sollen.

Ist das nicht möglich (weil dich z.B. deine Geschwister soooo lieb haben), dann suche dir einen Platz ausserhalb von zu Hause fürs Lernen. Bibliotheken sind wunderbar geeignet, aber manchmal tun es auch Kaffees. Geheimtipp: Viele Kunstmuseen haben prima geeignete Kaffees, die kaum gefüllt sind und wo das Personal nicht alle 15 Minuten nachfragt, ob man was wünscht.

Tipp 21 – Fasse das Wichtigste zusammen

Zusammenfassen ist eine höchst geeignete Taktik zum Lernen.

Warum das so ist:

Angenommen wir lesen einen Text nur durch, dann sind wir zu nichts verpflichtet. Wir lesen es, nicken innerlich und das war’s dann auch schon.

Wenn wir uns vornehmen, Texte zusammenzufassen (am besten in eigenen Worten), sind wir gezwungen im Text mitzudenken. Wir müssen das, was wir gelesen haben, verarbeiten. Alleine diese Zusatzleistung ist pures Gold wert für unseren Lernfortschritt. Es bewirkt, ganz schlicht gesagt, dass wir denken müssen.

Tipp 22 – Lernfortschritte visualisieren

Nichts motiviert mehr zum Lernen als zu sehen, dass es etwas bewirkt. Darum stelle deine Lernfortschritte grafisch dar, so dass du sie immer wieder vor dir sehen kannst.

Wenn du zum Beispiel mit Lernkarten lernst, dann könntest du jeweils notieren, wie lange du für einen Durchgang (einmal alle Karten) gebraucht hast und wie viele (bzw. wenige) Fehler du gemacht hast. Mache eine Tabelle daraus.

Tipp 23 – Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz

Nicht nur deine Lernunterlagen sollen geordnet sein, auch dein Arbeitsplatz.

Verzichte auf unsortierte Blätter- und Bücherhaufen. Halte die wichtigsten Dinge stets bereit.

Tipp 24 – Eselsbrücken bauen

Eine altgediente Taktik, die leider immer wieder unterschätzt wird, ist das Verwenden von Eselsbrücken.

Musst du etwas auswendig lernen, dann bediene dich solcher! Neues Wissen kann ein Gehirn nur aufnehmen, wenn es diesem mit etwas bereits Bekannten verknüpft.

Der Fantasie ist dabei keine Grenzen gesetzt. Im Gegenteil. Je emotionaler und absurder die Gedankenverknüpfungen sind, desto eher bleiben sie, das wusste man schon in der Antike.

Besonders wirksam ist diese Technik beim Lernen neuer Wörter in Fremdsprachen.

Zahlen (insb. Jahreszahlen) lassen sich gut mit Mnemotechniken „verfantasieren“.

Tipp 25 – Auch eine lange Treppe beginnt mit der ersten Stufe

Lass dich nicht von der Menge des Lernstoffes erdrücken. Häufig hilft es, wenn man den gesamten Lernstoff in kleine Teiletappen einteilt.

Angenommen du musst 300 Seiten lesen. Das klingt zunächst nach viel – ist es auch. Doch wenn man es sich einteilt werden auch solche Mengen schnell übersichtlich.

Gehen wir davon aus, dass man im Durchschnitt 15-20 Seiten pro Stunde lesen mag. Grob geschätzt braucht man somit ungefähr 15 – 20 stunden. Das wiederum bedeutet: Wenn man pro Tag zwei Stunde am Morgen und eine Stunde am Nachmittag investiert, dann ist man nach 5 – 7 Tagen durch.

Das klingt jetzt nicht mehr so wild oder?

Also:

Plane Teiletappen und beginne sofort mit der ersten!

Tipp 26 – Lerne niemals unter falschen Voraussetzungen

Bist du müde, emotional aufgewühlt oder sonst wie nicht im Zustand zum Lernen, dann löse zuerst diese Probleme.

Es bringt rein gar nichts, sich in solchen Zeiten zum Lernen zu zwingen. Dein Gehirn macht sowieso nicht mit, also kannst du es auch gleich lassen. Ist eh nur Zeitverschwendung. Nutze diese besser, um dich wieder fit zu kriegen. Die Zeit die du dabei verlierst, wirst du anschliessend spielend wieder aufholen.

Was hilft?

Das liegt natürlich an dir. Häufig (insbesondere bei Müdigkeit) hilft bereits ein ausgiebiger Spaziergang, probier’s mal!

Tipp 27 – Verschaffe dir eine Übersicht

Wenn du auf eine Prüfung hinarbeitest, verschaffe dir ganz am Anfang eine Übersicht.

Notiere dir, was du alles machen musst, möglichst nach Kapitel geordnet. Erstelle dir eine Tabelle mit Kapiteln und Anzahl Seiten, was du zu machen gedenkst und wie viel Zeit du dafür verwenden wirst. Achte dabei, dass du dir genug Zeit für die wichtigen Abschnitte einplanst.

Tipp 28 – Einfache Aufgaben nicht zu schnell hinter sich lassen

Einfache Aufgaben können ermüdend sein, doch darf deren Wichtigkeit nicht unterschätzt werden. Einfache Aufgaben geben auch einfache Punkte in der Prüfung, also übe sie, bis sie zu 100% sitzen.

Oft wird der Fehler gemacht, dass einfache Aufgaben unterschätzt werden und deswegen nie genau studiert werden. Viele stürzen sich direkt auf die schwierigen Aufgaben, weil sie glauben, dass diese viel prüfungsrelevanter sind.

Es mag stimmen, dass das Niveau an der Prüfung tatsächlich so hoch ist. Es ist aber ein Fehler zu glauben, dass man dieses Niveau nur durch Lösen von schwierigen Aufgaben erreicht werden kann.

Das Gegenteil ist der Fall. Schwierige Aufgaben lösen zu können bedeutet, dass man über ein felsenfestes Fundament verfügt. Wer einfache und mittlere Aufgaben nicht zu 100% beherrscht, wird nie imstande sein, schwierige zu lösen. Da nützt es auch nichts, wenn man in der Vorbereitung ein paar wenige davon mit Zähneknirschen nachvollziehen konnte.

Es sind zwei Dinge, schwierige Aufgaben selbständig zu lösen oder diese lediglich nachzuvollziehen.

Dies ist vermutlich der wichtigste Tipp überhaupt:

Mach deine Hausaufgaben: Lerne die Grundlagen bis zur Perfektion.

Tipp 29 – Einmal können reicht nicht

Eine kleine Geschichte: Du siehst eine Aufgabe zum ersten Mal und du hast keinen Plan, wie lösen. Nach ein paar kläglichen Versuchen löst der Lehrer vor und plötzlich ist alles völlig klar und einfach nachvollziehbar.

Du denkst dir so schwierig ist es ja doch nicht und lässt das Ganze so wie es ist.

Ein paar Wochen später findest du dieselbe Aufgabe wieder bei der Prüfungsvorbereitung. Nur, genau wie damals, hast du irgendwie kein Plan mehr.

Bekannte Story?

Einmal üben reicht nicht.

Zwei Dinge musst du tun, um dieses Problem zu beseitigen:

1. Im Moment, in dem du die Aufgabe nachvollziehen konntest, musst du dir selber eine Anleitung (sozusagen ein Rezept zur Lösung) schreiben. Gib dir selber Anweisungen für dein Zukunfts-Ich, damit auch der es begreift.

2. Übe möglichst bald dieselbe Aufgabe noch einmal. Damit es nicht zu langweilig wird, gibst du dir am besten ein sehr knappes Zeitlimit. Zücke dein Smartphone hervor und setzt die Stoppuhr darauf. Los!

Tipp 30 – Trainiere die Prüfung…

… und zwar unter echten Bedingungen.

Versuche eine alte Prüfung aufzutreiben und löse sie in exakt der vorgegebenen Zeit.

Keine alte Prüfung vorhanden? Tu dich mit jemandem zusammen und erstellt euch gegenseitig eine Prüfung. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, es geht auch mit Aufgaben aus dem Unterricht.

Tipp 31 – An der Prüfung: Zuerst die einfachen Aufgaben

Löse bei der Prüfung zunächst die einfachen Aufgaben. Überlege dir dazu bereits vor Beginn schon, wo deine Stärken sind. Welche Aufgaben oder welches Gebiet liegt dir am besten?

Mit dieser Taktik erreichst du zwei Dinge. Erstens stellst du sicher, dass du diese einfachen Punkte auch sicher holst. Zweitens verfliegt die anfängliche Anspannung. Wenn du erst einmal ein paar Aufgaben gut gelöst hast, dann verringerst du damit das Risiko, aus Nervosität Flüchtigkeitsfehler zu machen.

Tipp 32 – Mit schwierigen Aufgaben umgehen

Wenn du bei Aufgaben unsicher bist, überspringe sie zunächst einmal. Lass dich auf keinen Fall beunruhigen, den anderen geht es vermutlich genau gleich. Möglicherweise wurde diese Hürde sogar absichtlich in die Prüfung eingebaut.

Löse zunächst alle Aufgaben derer Antworten du sicher weisst. Markiere die anderen, damit du sie später nicht vergisst.

Kehre am Schluss zu diesen zurück.

Verschiedene Dinge können mittlerweile geschehen sein.

Vielleicht warst du unsicher, weil du nervös warst. Bist du das nicht mehr, kann sich die Sicht klären.

Dein Unterbewusstsein hat gearbeitet und dir fällt die Lösung nun doch ein.

Die Frage war beim ersten Mal durchlesen unklar, im Zusammenhang zur ganzen Prüfung, lässt sie sich aber einem bestimmten Gebiet einordnen und wird dadurch klar.

Tipp 33 – An Punkten orientieren

Um die Aufgaben zeitlich einzuteilen, orientiere dich an den Punkten, welche die Aufgaben geben. Wenn etwas nur einen Punkt gibt, dann verbrauche nicht zu viel Zeit dafür. Rechne ganz zu Beginn der Prüfung aus, wie viel Zeit pro Punkt ungefähr drin liegt. Dauert eine Prüfung 120 Minuten und gibt maximal 60 Punkte, dann investiere ungefähr 2 Minuten pro Punkt.

Ausserdem:

Punkte verraten häufig auch etwas über die Musterlösung.

Gibt eine Aufgabe zum Beispiel 2 Punkte, dann werden zum Beispiel oft auch zwei Argumente als Lösung erwartet.

Tipp 34 – Klare, prägnante Sätze

Schreib in der Prüfung kurz und klar. Weiche nicht vom Wesentlichen ab. Überlege dir besser kurz was du schreibst, bevor du damit beginnst.

Eines muss dir klar sein. Diejenigen, die korrigieren, haben immer eine Musterlösung im Kopf. Ob du deine Punkte kriegst, hängt davon ab, wie nahe du dieser Musterlösung bist. Lange Ausschweifungen bringen diesbezüglich nichts.

Spar dir also die Zeit, wenn du etwas nicht genau weisst. Mach nicht den Fehler zu glauben, dass wenn du alles erdenkliche aufschreibst, das irgendwie zur Frage passt, dass du dafür Punkte kriegst. Entweder du weisst die Lösung und kannst sie auf den Punkt bringen, oder eben nicht.

Natürlich, wenn du Zeit übrig hast, dann kannst du’s doch noch versuchen. Aber wirklich erst dann!

Tipp 35 – Selbstgespräche

Bist du daran Sprachen zu lernen?

Übe dich in Selbstgesprächen. Von Beginn an!

Du kannst diese Selbstgespräche laut führen, aber auch nur deine Gedanken in der neuen Sprache verfassen.

Mit dieser Strategie kannst du lernen, ohne dich von den täglichen Pflichten abzulenken.

Du zwingst dein Gehirn damit, die Vokabeln zu repetieren, sie schneller und schneller in dein Bewusstsein zu bringen und sie so allmählich zu verinnerlichen.

Wörter, die dich zu Beginn noch zwingen dein Gehirn anzustrengen, werden dir mit der Zeit immer schneller einfallen, bis sie schliesslich ganz selbstverständlich werden.

Tipp 36 – Brainfood

Tipp 38 – Brainfood

Wie du dich gesund und ausgewogen ernährst, hast du bestimmt schon mitbekommen. Für das Lernen wichtig ist insbesondere, dass du dich nicht sabotierst.

Verzichte auf fettige Speisen und auf übermässige Zuckerrationen.

Fettige Speisen lassen dich träge werden, was schlecht für die Konzentration ist. Zucker gibt dir zwar kurz einen Schub, sobald der Insulinspiegel fällt, sackt dein Energielevel in die Tiefe.

Greife lieber zu Gemüse und Früchten. Ein paar Nüsse zwischendurch geben dir Energie.

Tipp 37 – Führe Checklisten

Egal ob für eine Ansammlung von Aufgaben, Kapitel eines Buches, oder Tage bis zur Prüfung.

Erstelle und führe Checklisten!

Sobald du deine Unterlagen geordnet hast und dir einen Überblick verschafft hast, gilt es ein Plan zu erstellen. Was gibt es zu tun. Schreibe alle Teilschritte auf. Bsp. Kapitel 1 lesen, Kapitel 1 zusammenfassen, Kapitel 1 Aufgaben lösen, Kapitel 1 Aufgaben wiederholen etc.

Male nun ein Viereck oder ein Kreis neben jeder dieser Teilschritte.

Bringe diese Checkliste nun an einen Ort, wo du sie regelmässig sehen kannst.

Ab sofort, darfst du für jeden erledigten Schritt abhacken.

Tipp 38 – Belohne dich!

Allerdings nicht für jeden Scheiss jede Kleinigkeit!

Lernen ist dein Job, siehe es als deine Pflicht. Die Gefahr von zu grosser Belohnungen gibt dir selber das Gefühl, dich für das Lernen zu entschädigen müssen. Das sollte nicht der Fall sein. Du lernst schliesslich für dich.

Ab und zu einen Ausgleich soll dennoch erlaubt sein und zusätzlich als Motivator gebraucht werden.

Idealerweise verbindest du diese Belohnung mit deiner Checkliste. Baue in deine Checkliste auch Belohnungen ein. Bsp. Sobald du Aufgabe 1 etc. erledigt hast, darfst du z.B. was auch immer.

Tipp 39 – Der Notizzettel

Wenn immer du am Lernen bist, halte einen Notizzettel griffbereit.

Wie oft kommt dir während dem Lernen in Sinn, was du noch alles sonst erledigen musst.

Entweder du erledigst es sofort und lenkst dich von deiner Pflicht ab oder die Angst, es zu vergessen, lenkt dich unweigerlich vom Wesentlichen ab.

Notiere solche Gedanken auf einen Zettel. Auf diese Weise ist er gespeichert und kann unbesorgt auf später verschoben werden.

Tipp 40 – Treibe Sport als Ausgleich

Bewegung ist wichtig. Halte dich fit. Körper und Geist sind stark verbunden. Insbesondere für lange und intensive Lernphasen brauchst du genügend Energie.

Am besten machst du jeweils nach dem Lernen Sport. Vorher ist gefährlich, da die Gefahr besteht, dass sich dein Körper anschliessend zu sehr erholen muss.

Tipp 41 – Trinke während der Prüfung Wasser

Studien haben ergeben, dass das Trinken von Wasser einen positiven Effekt auf das Prüfungsresultat hat.

Trink kein Stuss, keine Energiedrinks, keine Softdrinks, kein Kaffee etc. einfach Wasser.

Tipp 42 – Lernen verbessert die Fähigkeit zu lernen

Dies ist nicht ein Tipp an sich, dafür eine motivierende Tatsache, die man einfach wissen muss.

Mit dem Lernen verbessert das Gehirn automatisch die Fähigkeit zum Lernen. Also je mehr wir lernen, desto, ringer fällt es mit der Zeit.

Aller Anfang ist schwer und kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen.

Übe dich also im Lernen, am besten du nimmst dir vor, jeden Tag etwas zu lernen. Wenn gerad kein Stoff aus dem Studium oder der Schule da ist, dann vielleicht eine neue Sprache?

Tipp 43 – Erstelle MindMaps

MindMapping ist eine geniale Technik, den Lernstoff zu gliedern und zu visualisieren. Vor allem, wenn du ein visueller Lerntyp bist, hilft dir diese Möglichkeit enorm.

Wichtig ist, sich der eigenen Kreativität und Fantasie keine Grenzen zu setzen!

Lernen hat auch eine künstlerische Komponente.

Kein Wissen hat die eine richtige Gliederung. Schau dir nur einmal in verschiedenen Lernbüchern an, wie verschieden zum Teil die gleiche Materie vermittelt wird. Erstelle nicht die eine richtige Möglichkeit, sondern entdecke diejenige, die zu dir passt.

Tipp 44 – Erstelle dein MindMap aus dem Kopf

Ein MindMap zu erstellen, reicht alleine noch nicht. Den ultimativen Lerneffekt erreichst du, wenn du das MindMap eine Weile studierst, einen kurzen Unterbruch machst (z.B. eine kurze Pause) und anschliessend das MindMap ohne Hilfe und nur mit deinem eingeprägten Wissen nach zu erstellen.

Mit dieser Übung zwingst du dich selber, dein Wissen auf höchstem Niveau zu sammeln und wiederzugeben. Ausserdem erkennst du augenblicklich deine Lücken.

Probiere es aus, du wirst erstaunt sein, wie viel dir diese Übung bringen wird!

Tipp 45 – Schlaf ist wichtig

Tiefer, gesunder Schlaf ist wichtig für deinen Lernprozess.

Damit dir das gelingt, hier ein paar Tipps für den guten Schlaf:

  • Schlafe regelmässig, versuche immer zur etwa gleichen Zeit zu schlafen
  • Schlafe besser früh und steh dafür auch früh auf.
  • Keine Bildschirme mehr nach 21:00
  • Keine "Wachhalter" wie Kaffee, Energiegetränke, Cola am Abend.

Tipp 46 – Was tun bei Frust?

Zunächst solltest du dir bewusst sein, dass so ziemlich jeder beim Lernen einmal gefrustet ist. „Für was sollte man das lernen!“, „Das brauche ich im Leben doch nie!“, „Das habe wir nie besprochen!“, „Das ist viel zu viel, das schaffe ich nie!“ oder „Es geht einfach nicht mehr vorwärts!“

Shut the f* up!

Bringt dir eh nichts, im Gegenteil, es wird dich in deinem Lernprozess hindern.

Was hilft

Erst einmal liegt es an dir, deine Gedanken und deine Emotionen zu kontrollieren. Wenn es zu solchen Gedanken kommt, dann denke sie bewusst. Setze das Lernen erst dann fort, wenn du dich selber „ausgesprochen“ hast.

„Ja, der Stoff ist sch*, aber ich rock das Ding jetzt, nur einmal, danach muss ich nie wieder.

Zur Not hilft es auch, wenn man einmal einen Tapetenwechsel macht. Ändere deinen Lernort, geh wo anders hin und versuche dort einen „Neuanfang“, frischgelaunt und bester Dinge.

Tipp 47 – Erstelle einen Account bei Lernkarten Online

Alles Bisherige und alles Nachfolgende nützt gar nichts, wenn du dir nicht sofort einen Account bei Lernkarten-online erstellst. Ohne geht’s nicht – im Ernst ;-)

Tipp 48 – Kläre vor jeder Lerneinheit die Ziele

Bevor es losgeht, solltest du dir bewusst werden, was genau du zu erreichen gedenkst.

Was soll bis zur nächsten Pause erledigt sein? Was soll an jenem Tag insgesamt erreicht werden?

Mit klar definierten Zielen erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass du sie erreichst.

Stecke dir hohe, aber noch realistische Ziele und verlange von dir selbst, sie zu erreichen.

Tipp 49 – Erkläre jemanden, was du gelernt hast

Ein brandheisser Tipp!

Wechsle die Rolle, sei nicht der Lernende, sondern der Lehrer.

Nichts fordert dich so sehr, wie wenn du das Gelernte jemanden erklären musst.

Sei bei diesem Prozess aber ehrlich zu dir selber und gib zu, wenn du etwas nicht oder nicht genau weisst. Schlagt dann besser nochmals gemeinsam nach, denn genau das sind die Unsicherheiten, die in der Prüfung später über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Tipp 50 – Speed Reading

Was ist Speed Reading?

Speed Reading ist eine Technik, die es ermöglicht, Texte schneller zu lesen und besser zu verstehen.

Wenn du viel zu lesen hast, befasse dich damit.

Tipp 51 – Nutze verschiedene Lernkanäle

Der Mensch verfügt über mehrere Sinne und damit auch über mehrere Möglichkeiten, zu lernen.

Am wichtigsten für die meisten sind der visuelle und der auditive Kanal (Sehen und Hören), für manche auch der kinästhetische (was ist das?).

Für optimales Lernen solltest du möglichst alle Kanäle benutzen, schwerpunkmässig aber derjenige, der dir am meisten zusagt. Finde heraus, welcher Lerntyp du bist (der Visuelle, der Auditive oder der Kinästhetische)

Tipp 52 – Kenne deine Biorhythmus

Nicht jeder lernt zur gleichen Zeit am besten. Manche lernen besser am Morgen, manche besser am Abend und wieder anderen gelingt dies in der Nacht am besten.

Lass dich nicht in ein von der Gesellschaft geprägtes Muster zwingen. Nicht jeder Mensch ist gleich. Darum finde heraus, was für dich am besten funktioniert.

Lerne deinen Biorhythmus kennen und richte dich danach. Lernen, wenn dein Körper eigentlich Erholung braucht, ist nicht effizient.

Prokastration

Prokastration ist, wenn man sich selber dabei sabotiert, etwas Gutes für einen selber zu tun. Prominente Beispiele: Lernen, Sport, gesunde Ernährung.

Prokastration überwinden – auch bekannt als „der innere Schweinehund besiegen“ – bedeutet über eine gute Portion Selbstdisziplin, sowie über gute Gewohnheiten zu verfügen.

Tipp 53 – Sei ehrlich zu dir selber

Der wichtigste Tipp zur Vermeidung von Prokastration ist, sei ehrlich zu selber. Das heimtückische an Prokastration ist gerade, dass es im gerechtfertigt scheint. Der innere Schweinehund findet Gründe und Entschuldigungen für jede noch so kleine Bequemlichkeit.

Glaub deine eigenen Lügen nicht!

Nein, das Bad muss nicht plötzlich geputzt werden, weil du jetzt Prüfungsphase hast. Nein du lernst danach auch nicht besser.

Nein es bring nichts, wenn du zuerst noch die Mails checkst, damit auch ja niemand warten muss (Mein Gott bist du so wichtig?).

Nein, Facebook bringt dich nicht in eine positive Grundstimmung, die dir später beim Lernen hilft

Statt dir selber mit solchen (Selbst-)Lügen im Weg zu stehen, ist der erste Schritt, dich selber bei solchen zu erwischen.

Tipp 54 – Nicht nachdenken – einfach beginnen

Sobald dir klar wird, dass du prokastrierst, hast du gleich in den ersten Millisekunden die beste Gelegenheit dagegen anzukämpfen.

Häufig verstrickt man sich in einer inneren Pro- und Kontraliste und debattiert mit dem eigenen Unterbewusstsein. Gleich lernen oder erst noch etwas Süsses (für die Seele!) essen?

Der Kontrahent (der eigene Schweinehund) ist stärker, je länger diese Debatte geht.

Darum ist die einfachste Lösung:

Jede Debatte unterbinden. Zwinge deinen Körper in die richtige Richtung.

Also wenn du künftig merkst, dass du prokastrierst, reagiere blitzschnell und mache sofort das Richtige, so gewinnst du am einfachsten.

Tipp 55 – Beginne mit etwas Leichtem

Damit die Überwindung, das Richtige zu tun, nicht allzu schwer fällt, empfiehlt es sich, mit verhältnismässig leichterer Last zu beginnen.

Häufig ist es ja so, dass wenn man erst einmal drin ist, auch schwierige Materie erträglicher wird.

Tipp 56 – Bilde Gruppen zum Lernen, keine Lerngruppen

Was ist der Unterschied?

Eine Lerngruppe ist eine Gruppe, die zusammen lernt, sich austauscht, diskutiert und gemeinsam Fortschritte macht.

Eine Gruppe zum Lernen ist eine Gruppe von Leuten, die miteinander an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit lernt – jeder für sich.

Es ist gut, wenn man sich sozial verpflichtet, zu abgemachten Terminen, zu lernen. Der Druck, der einem das soziale Gebilde gibt, ist positiv und verpflichtet.

Unterlassen sollte man hingegen das gemeinsame Lernen. Man kommt im Selbststudium einfach schneller vorwärts.

Lediglich am Ende, bzw. kurz vor Prüfung, wenn alle grundsätzlich den Stoff beherrschen, macht es Sinn den Inhalt miteinander zu diskutieren. Verschiedene Ansichten können das Selbstgelernte durchaus ergänzen.

Tipp 57 – Agenda führen

Passiert es dir manchmal, dass du eigentlich lernen möchtest, doch dann meldet sich die beste Freundin/der beste Freund und will unbedingt mit dir was unternehmen, und du dann nachgibst?

Diese Gefahr lässt sich bannen, indem man genau wie für andere Dinge im Leben auch für das Lernen Termine in der Agenda einträgt.

Halte dir bewusst Zeiten fürs Lernen frei und sei anschliessend pickelhart zu dir selbst.

Wenn dann die Anfrage kommt, kannst du deine Absage problemlos damit begründen, dass deine Agenda es leider nicht zulässt.

Tipp 58 – Der 5-Minuten Trick

Wenn alles nichts hilft und du trotz allen guten Vorsätzen und Selbstmotivierung keine Lust empfindest zu lernen, dann hilft vielleicht der 5-Minuten-Trick.

Der 5-Minuten-Trick besteht darin, dass man sich vornimmt nur 5 Minuten zu lernen.

Das ist ernst gemeint. Es ist sogar wichtig, dass man es ernst meint.

Nach diesen fünf Minuten darf man völlig frei entscheiden, ob man weitermache möchte.

Fünf Minuten klingen harmlos, auch für den inneren Schweinehund.

Was anschliessend passiert, ist häufig ein Wunder. Plötzlich entwickelt sich die Lust, weiter zu lernen.

Häufig ist es nur das Beginnen, das schwierig ist. Ist man erst einmal „drin“, fällt es unmittelbar leichter, fortzufahren.

Wenn auch das nichts bringt, lerne besser nicht. Vermutlich bringt es dann wirklich nichts, mach ein bisschen Sport

Tipp 59 – Wie du mit deiner Einstellung deine Prüfungsergebnisse verbesserst

Studien haben gezeigt, dass die Einstellung gegenüber Prüfungen direkten Einfluss auf die Ergebnisse haben.

Personen, die eine optimistische Haltung haben (eine Erfolgskultur) gegenüber Prüfungen schneiden in der Regel besser ab, also solche, die verängstigt sind (Versagenskultur).

Wie kann man die richtige Einstellung entwickeln?

Es ist wichtig, sich seines Könnens bewusst zu werden.

Hierfür ist selbstverständlich wichtig, dass dieses Können vorhanden ist. Wenn nicht, ist schliesslich ja auch die Angst vor der Prüfung berechtig.

Was aber tun, wenn man den Stoff beherrsch, einen aber noch immer Selbstzweifel plagen.

Führe Selbstgespräche, therapiere dich selber.

Sag dir als erstes, dass es völlig natürlich ist, nervös zu sein. Das ist gut, das zeigt, dass sich dein Unterbewusstsein dem Ernst der Lage bewusst ist.

Frage dich als nächstes, was du alles kannst. Überlege dir, was in der Prüfung gefragt werden könnte. Stelle dir möglichst real vor, wie du diese Aufgabe souverän meisterst.

Wichtig, zähl nicht nur auf im Kopf, stell es dir wirklich vor, wie du die Aufgaben löst.

Tipp 60 – So kannst du auch im Zug und im Auto lernen

Es ist eigentlich ziemlich simpel und speziell für auditive Lernende hilfreich.

Erstelle Audio-Lernhilfen.

Erstelle eine Zusammenfassung des Lernstoffes mit allen wichtigen Punkten und nimm dich selber auf, wenn du sie vorliest.

Wenn immer du Zeit hast, kannst du nun auf „Play“ klicken.

Tipp 61 – Plane Zeitpuffer

Du weisst mittlerweile, wie wichtig es ist, Lernphasen zu planen. Damit dieser Plan auch in jedem Fall eingehalten werden kann, ist es wichtig Zeitpuffer einzuplanen.

Jeder kann einmal krank werden oder Notfälle haben.

Solche Ereignisse sind (abgesehen von wirklichen Ausnahmen) keine Entschuldigung für misslungene Prüfungen!

Wer plant, alles auf den letzten Drücker zu lernen, ist selber schuld, wenn es nicht klappt.

Tipp 62 – Wie du Langeweile bekämpfst

Abwechslung mach das Leben spannend, auch beim Lernen

Egal wie spannend eine Materie ist, irgendwann verliert fast alles an Reiz.

Dann ist es besser, die Bücher beiseite zu legen und sich mit etwas anderem zu beschäftigen.

Tipp 63 – Wie du mit Zusammenfassungen lernst, ohne es zu merken

Eine wichtige Lerntaktik besteht darin, selber Zusammenfassungen zu schreiben.

Bei Zusammenfassungen ist insbesondere der Prozess wichtig, nicht das Resultat. Deswegen bringt es auch viel, viel weniger, fertige Zusammenfassungen zu benutzen.

Der Mehrwert von Zusammenfassungen besteht nicht darin, den Lernstoff zu verkürzen, sondern darin, sich intensiv mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen und darin, den Lernstoff in eigenen Gedanken vor sich liegen haben.

Wenn man Zusammenfassungen schreibt, durchläuft man einen Prozess. Ein Prozess, der für das Lernen fundamental wichtig ist.

Zunächst beschäftigt mach sich mit der Materie so intensiv, dass man in der Lage ist, diesen kompakt wiederzugeben. Dieser Verkürzungsprozess verlangt, dass man die Materie versteht und dass man imstande ist, sie wiederzugeben.

Genau das ist es doch, was in der Prüfung verlangt wird.

Wer eine Zusammenfassung schreibt, ist demjenigen, der den Stoff nur (passiv) liest, um ein Vielfaches überlegen.

Der zweite Nutzen besteht darin, dass der Stoff mittlerweile in eigenen Worten vorhanden ist. Dadurch ist es einfacher zum Einprägen.

Tipp 64 – Was es an Prüfungen nicht braucht

Vermeide absurde Prüfungsrituale.

Leute tendiere dazu, sich in gestressten Situationen auf wiederholende Rituale zu verlassen.

Der Lieblingspulli, die spezielle Vorprüfung-Musik, die Einnahme der immer gleichen (Poser-)Mittel (Traubenzucker, Red Bull) etc.

Verzichte darauf!

Solche Rituale beruhigen deine Körper nicht, sie geben ihm das Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Jeder Hundebesitzer weiss, dass man in speziellen Situationen niemals sein Hund beruhigen darf, weil man ihm gerade damit vermittelt, dass Gefahr droht (sonst würde Herrchen ja nicht beruhigen). Stattdessen soll man tun, als ob nichts wäre.

Gleiches gilt für einen selber. Tue, als ob nichts wäre.

Tipp 65 – Wie du mit aktiven Lerneinheiten deine Lernerfolge maximierst

Eine wichtige Unterscheidung der verschiedenen Lerntaktiken ist die Abgrenzung von aktiven und passiven Varianten.

Aktive Lerntaktiken sind solche, welche das Gehirn zwingen seine Zellen in Schwung zu bringen. Bei diesen ist man gezwungen selber etwas zu erdenken.

Typische Beispiele sind:

  • Übungsaufgaben lösen
  • Mit Lernkarten lernen
  • Zusammenfassungen schreiben
  • Mind Maps erstellen oder aus dem Kopf nacherstellen

Passive Lerntaktiken dagegen sind solche, bei denen das Gehirn zwar benutzt, aber nicht zu Eigenleistungen angetrieben wird. Bei passiven Einheiten wird grundsätzlich der vorgegebene Stoff nachvollzogen, bzw. Lernunterlagen und Lernpläne geschaffen.

Typische Beispiele sind:

  • Theorie lesen
  • Musterlösungen nachvollziehen
  • Zusammenfassungen durchlesen
  • Material ordnen und Lernplan erstellen

Aktives Lernen ist passivem Lernen stets vorzuziehen.

Wenn das Gemüt jedoch nicht mehr in der Stimmung ist und man mental nicht mehr die volle Leistung erbringen kann, ist die Zeit gekommen, sich passiven Lerntechniken zuzuwenden.

Auf alle Fälle vermeiden sollte man, mit passiven Lernaktivitäten zu beginnen. Die volle Batterie zu Beginn jeder Lernsequenz muss dringend für aktives Lernen genutzt werden!

Tipp 66 – Wie viel du an einem Tag lernen sollst

Sei realistisch, mehr als 6-7 Stunden an einem Tag sind Zeitverschwendung.

Du kennst Leute, die über 10 Stunden an einem Tag lernen?

Habe Mitleid mit ihnen, sie verschwenden ihre Zeit.

Leider ist es so, dass gerade Studenten häufig das Gefühl haben, sie müssen unmenschlich viele Stunden lernen, um „dabei“ zu sein. Häufig als Folge von sozialen Zwängen. Wer will schon die Bibliothek nach sechs Stunden verlassen, wenn alle Freunde herum noch vier Stunden bleiben.

Fakt ist, wer zehn Stunden lernt, vertrödelt irgendwann seine Zeit.

Realistisch ist das nicht, zumindest nicht, dass diese zehn Stunden effektiv genutzt werden.

Sechs Stunden intensiv und konzentriert lernen ist als zehn Stunden Zwangsabsitzen, das einen am Ende lediglich die Energie raubt, nicht aber zu Lernergebnissen führt.

Tipp 67 – So lernst du im Schlaf

Dies ist ein richtiger Lern-Hack, denn er ermöglicht dir in jeder Nacht ein kleines bisschen Lernfortschritt. Immerhin schläfst du pro Jahr 365 Mal, nutze das!

Am besten gelingt dies, wenn man kurz vor dem Schlafengehen ein paar wenige Informationen repetiert und sich vornimmt, diese am nächsten Morgen noch zu wissen.

Sei sparsam mit dem Stoff. Erwarte nicht zu viel! Wie oben schon gesehen, verarbeitet das Gehirn nicht gerne mehr als sieben Informationen.

Versuche es einmal mit ein paar wenigen, dafür umso wichtigere Informationen.

Tipp 68 – So gelingt es dir besser, die Dinge zu merken

Wenn du neues Wissen lernen musst, ist es wichtig, dass du das neue Wissen mit bereits bekanntem Vorwissen verknüpfst.

Grundsätzlich ist das Gehirn abgeneigt, völlig neues Wissen aufzubauen. Darum sind für Deutschsprachige Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch leichter zu lernen als zum Beispiel Japanisch.

Eine Technik, die dir dabei helfen kann, ist das Erstellen von Mindmaps. Erstelle solche mit deinem Grundwissen und ergänze sie mit speziellerem Wissen.

Tipp 69 – So fallen dir die Dinge auch in der Prüfung ein

In einem früheren Tipp wurde betont, dass es wichtig ist, dass man neues Wissen mit bereits Bekanntem verknüpfen soll.

Das ist richtig für den Anfang, nur musst du mit der Zeit davon wegkommen und echtes Wissen erreichen.

Die Gefahr besteht nämlich, dass du das neue Wissen nur in dem gelernten Zusammenhang wiedergeben kannst.

In der Prüfung wird dann aber leider nur explizit nach dem neuen gefragt und isoliert fällt es einem dann nicht mehr ein.

Ein Beispiel dazu, dass bestimmt schon jeder einmal begegnet ist:

Man hat eine Liste von neuen Vokabeln zu lernen.

Beim Lernen ist man wie ein Blitz durch die Liste. Man weiss das nächste Wort meist (ACHTUNG!) ohne das deutsche Wort dazu zu betrachten. In der Prüfung ist die Reihenfolge eine andere und nichts will einem mehr einfallen.

Das Problem hier ist, dass man nicht die Wörter gelernt hat, sondern die Reihenfolge.

Variiere den Lernstoff.

Richtig, das Lernsystem von Lernkarten-online ist dazu prima geeignet. Die Karten kommen immer in zufälliger Reihenfolge.

Tipp 70 – Das bewahrt dich vor Prüfungsstress

Der Trick ist simpel, aber er wirkt.

Gönn dir kurz vor der Prüfung einen Kaugummi.

Ein Kaugummi gibt deinem Körper das Gefühl, dass man am Essen ist. Man wäre nicht am Essen, wenn Gefahr droht. Schlussfolgerung für ein Unterbewusstsein: Es gibt kein Grund angespannt zu sein.

Tipp 71 – Beachte Tipp 47

Im Ernst! Tipp 47 ist ultra wichtig - ohne geht nicht!

Tipp 72 – Frohe Festtage!

Geniesse die Zeit mit deiner Familie! Sie sind das Wichtigste in deinem Leben. Nicht zuletzt geben Sie dir Kraft, motivieren dich und stehen immer hinter dir. Wenn du also Zeit mit deinen Liebsten verbringst, lasse dich nicht durch Lernstress ablenken. Die Zeit gehört dir! In diesem Sinne: Schöne Festtage!

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