Online Lernkarten: Wie du deine Noten explodieren lässt!

Hier erfährst du:

Wie du die Vorteile von online Lernkarten optimal ausnutzt

Wie du deine Noten mit online Lernkarten in die Höhe schiessen lässt

Worauf es beim Verfassen von online Lernkarten besonders ankommt

Vorwort

Neben den allgemeinen Tipps zum Lernen mit Lernkarten, welche in einem früheren Beitrag bereits diskutiert wurden, gibt es speziell für online Lernkarten noch erweiterte Strategien und Überlegungen, die das Lernen verbessern und effektiver machen.

Online Lernkarten bieten diverse Möglichkeiten das Lernen zu vereinfachen:

Neben den offensichtlichen Vorteilen, wie die Tatsache, dass man nicht zuerst in den Laden gehen muss um Karteikarten zu kaufen oder dass man die Lernkarten stets auf dem Mobiltelefon, dem Tablet oder auf dem Laptop dabei hat und daher beim Einpacken der Schultasche fast nicht vergessen gehen können, bieten Online-Lernkarten diverse versteckte Vorzüge.

Nutze alle Vorteile von Lernkarten!

Mach lieber viele, kurze Fragen, statt eine einzige, überladene Karte.

Mit online Lernkarten gibt es keinen Grund mehr mit Karten zu sparen. Wer beim Erstellen von realen Lernkarten die Taktik verfolgt hat Fragen möglichst kompakt zu verfassen und sogar noch Teilfragen auf eine Karten zu bringen, um Schreibarbeit zu sparen, kann nun getrost darauf verzichten.

Ein (sehr einfach gehaltenes) Beispiel diesbezüglich:

Vielleicht sahen deine Lernkarten bisher so aus:

Frage: Nenne alle grünen, roten und gelben Früchte

Ab sofort sollten solche Karten geteilt werden:

Frage1: Nenne alle grünen Früchte

Frage2: Nenne alle roten Früchte

Frage3: Nenne alle gelben Früchte

Warum soll man das tun?

Drei Gründe:

  1. Die Merkfähigkeit des Gehirns ist grundsätzlich beschränkt. Es ist für das Gehirn z.B. einfacher sich „15“, „27“, „72“ zu merken, als 1, 5, 2, 7, 7, 2.
  2. Trennt man den Stoff, dann kriegt man auch die Möglichkeit, punktuell zu lernen. Da das Lernen bei lernkarten-online automatisch diejenigen Karten häufiger bringt, welche man falsch löst, ist der Lerneffekt durch das Separieren höher.
  3. Das Gehirn ist besser imstande Wissen zusammenzusetzen als diesen zu trennen. Es ist in der Prüfung ein Leichtes, verschiedenes Wissen zusammenzusetzen, als solches zu trennen.

Nochmals zur Kontrolle: Wie lautete die Zifferfolge aus dem Beispiel eben?

Richtig: 1,5,2,7,2

Da stimmt etwas nicht? Genau! Gut aufgepasst! Es fehlt eine Ziffer – die 7. Hast du vermutlich gemerkt, weil du wusstest, dass es drei zweistellige Zahlen sind. Wie wäre es wohl gewesen, wenn du dir die sechs einzelnen Ziffern gemerkt hättest? ;-)

Was zunächst nach einem Nachteil klingt (man muss immerhin einiges mehr Schreiben als sonst, aber hey google mal nach „copy-paste“), entpuppt sich schnell als echter Noten-Booster. Klar, es bedarf höherer Disziplin beim Erstellen der Lernkarten, doch zahlt sich dies spätestens beim Ablegen der Prüfungen mehrfach aus.

ABER halt:

Man muss vorsichtig sein, dass man sich nicht überlädt. Online Lernkarten führen auch dazu, dass man sich selber weniger diszipliniert (bei echten Karteikarten ist diese Gefahr geringer, da es mit hohem Schreibaufwand verbunden ist). Zu schnell verfasst man Karten, welche man im Grunde genommen gar nicht brauchen kann.

Lasse Lernkarten weg, welche Details abfragen die gar nicht wichtig sind.

Die entscheidende Frage ist stets:

Ist ein bestimmtes Wissen für die Prüfung relevant?

Ist es nicht, erstelle sie erst gar nicht, und falls schon geschrieben, lösche die Karte besser sofort und auf der Stelle.

Wissen, das zum Beispiel aus einer Bemerkung stammt, die der/die Dozent/in oder der/die Lehrer/in irgendeinmal nebenbei fallen liess, sind nicht wichtig. Halte dich bei der Frage welcher Stoff wichtig ist streng an Lernziele und an alte Prüfungen. Im Zweifelsfall nützt es einfach nachzufragen.

Zusammenfassung:

Erstelle qualitativ gute und detaillierte Lernkarten über den Stoff der wichtig ist. Setze Schwerpunkte und fokussiere dich. Lass alles weg, was dir nichts für die Prüfung bringt. Orientiere dich dabei stets an die Vorgaben derjenigen Person, die für die Prüfung verantwortlich ist. (Lernziele, alte Prüfungen, Probeprüfungen, nachfragen).

Womit beginne ich?

Erstelle dir ein (oder mehrere) MindMap mit dem Wissen, das du beherrschen musst

Alternativ kannst du dir auch eine einfache Zusammenfassung schreiben, welche die gleiche Punkte enthält.

Dinge, welche dieses MindMap oder die Zusammenfassung enthalten sollten:

  • Listen
  • Zeitliche Verläufe
  • Was tut man wann?
  • Worauf achtest du wenn…?

Beispiele:

Listen

Frage: (Geografie)

Zähle auf: Alle Nachbarländer der Schweiz!

Antwort:

Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Liechtenstein

Zu beachten:

Listen auswendig zu lernen mag mancherorts tabu sein.

Die Praxis zeigt aber:

Auswendig gelerntes Wissen hilft ungemein beim Schreiben von Prüfungen, da man weiss an welche Punkte man sich halten kann. Ebenso verhindert es, dass man Aspekte vergisst. Gerade in Prüfungssituationen, in welchen die Anspannung hoch sein kann, ist diese Gefahr gross.

Zeitliche Verläufe

Frage: (Recht)

Was prüft man (im Strafrecht) nach dem objektiven Tatbestand?

Antwort:

Den subjektiven Tatbestand.

Kommentar:

Bei zeitlichen Verläufen geht es darum, dass man sich in einer Prüfung schnell zurecht findet. Sehr viele Probleme lassen sich im Grunde genommen nach „Schema F“ lösen (Es ist deine Aufgabe, diese zu ermitteln). Diese Lösungsrezepte sollte man dringend verinnerlichen, also – wenn gefragt – ohne zu zögern aufsagen können – Punkt um Punkt.

Warum nicht das ganze Lösungsrezept auf eine Lernkarte?

Vermeide Überlastungen deines Gehirnes! Wie oben schon erwähnt: Zusammensetzen ist einfacher, als separieren. Zudem lassen einzelnen Schritten die Möglichkeit offen das Lösungskonzept zu verzweigen. Vielleicht sind einzelne Schritte für verschiedene Aufgaben identisch, gehen aber ab einem späteren Punkt auseinander.

Was tut man wann?

Frage: (Mathematik)

Was tust du, wenn du eine quadratische Gleichung lösen sollst als erstes?

Antwort:

Ich bringe den gesamten Term auf eine Seite der Gleichung, so dass die andere Seite = 0 ist

Kommentar:

Bei solchen „was tut man wann“-Lernkarten sollte man sich in konkrete Situationen versetzen. In Prüfungen sind oft Probleme zu lösen, welche das vermittelte Wissen indirekt abfragen. Um damit gut klar zu kommen, ist es wichtig, dass man in jeder Situation genau weiss, was zu tun ist.

Worauf achtest du?

Frage: (Englisch)

Worauf achtest du, wenn du etwas in der 3. Person Singular schreibst?

Antwort:

Ob die Verbform eine s-Endung hat

Kommentar:

Warum diese Lernkarte sinnvoll ist:

Vorbereitung ist beim Schreiben einer Prüfung die halbe Miete. Sich selber auf mögliche Fehler aufmerksam zu machen ist für die Prüfungsnote Gold wert.

Unter uns: Wie oft hast du schon das „s“ vergessen? ;-)

Mit dieser Art von Lernkarten deckst du insbesondere die Ausnahmeregelungen ab. Dadurch, dass du dich schon vor der Prüfung 10, 20 oder gar 30 Mal gefragt hast, worauf achtest du falls du XY tust, wird sich dein Unterbewusstsein automatisch einschalten, wenn du später tatsächlich in der Situation steckst. Mit dem Erstellen und Lernen solcher Lernkarten trainierst du dein Gehirn, so dass es ein automatisches Alarmsystem für die fiesen Ausnahmen entwickelt.

Was muss im anfänglich angesprochenen MindMap sein?

Wie viel sich in deinem MindMap oder deiner Zusammenfassung findet, ist dir überlassen. Wichtig ist, dass der Prüfungsstoff einmal gegliedert wird und übersichtlich strukturiert ist. Diese Vorbereitung dient dazu, dass deine Lernkarten optimal auf dich und deine Prüfung zugeschnitten sind. Zudem hat diese Übung auch den angenehmen Nebeneffekt, dass du dich schon einmal aktiv mit dem Stoff beschäftigst. Du wirst sehen, allein schon dies wird dazu führen, dass deine Lernergebnisse sich verbessern.

Nun erstellst du aufgrund deines MindMaps oder deiner Zusammenfassung deine online Lernkarten

Online Lernkarten: Worauf achten?

  • Schreibe einfache Sätze
  • Schreibe positive Sätze, vermeide Verneinungen
  • Vermeide Füllwörter
  • Vermeide Lernkarten, welche dir nichts bringen
  • Gib dir selber Anweisungen, wie du die Frage beantworten sollst. Bsp. (4 Punkte) oder (1 Def. + 1 Bsp.)
  • Achte auf einen korrekten Wortschatz und verständliche Formulierungen

Schreibe einfache Sätze

Verwende eine einfache Sprache möglichst ohne Nebensatzverschachtelungen. Dein Gehirn sollte sich mit dem Wissen der Karte beschäftigen, nicht mit der Entschlüsselung der Satzstellung.

Schreibe positive Sätze, vermeide Verneinungen

Jeder kennt mittlerweile bestimmt folgendes Experiment: „Versuch jetzt nicht an einen rosa Elefanten zu denken!“.

Du scheiterst, spätestens jetzt.

Das Gehirn ist nicht in der Lage etwas im negativen zu denken. Mit dem Lesen entstehen in unseren Köpfen Bilder. Es gibt keine negative Bilder, nur positive. Damit deine Lernkarten dieser Tatsache gerecht werden, formuliere möglichst immer positiv.

Vermeide Füllwörter

relativ, eigentlich, etwa, ungefähr, meistens, manchmal, sehr, …

Vermeide jede Art von solchen Wörtern. Solche Wörter zeugen von Unsicherheit. Wenn du dir in einem Punkt nicht sicher sein solltest, dann forsche nochmals nach. Auf Lernkarten dürfen sich einzig klare (und korrekte!) Aussagen befinden.

Vermeide Lernkarten, welche dir nichts bringen

Wie oben bereits klargestellt. Lernkarten ohne Nutzen haben keine Daseinsberechtigung.

Gib dir selber Anweisungen, wie du die Frage beantworten sollst

Genaueres kannst du im Artikel „Lernen mit Lernkarten“ nachlesen

Achte auf einen korrekten Wortschatz und verständliche Formulierungen

Du wirst in Prüfungen häufig auf den Wortlaut deiner Lernkarten zurückgreifen.

In Stresssituationen greift das Gehirn gerne auf bekannte Konzepte zurück.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du beim Erstellen der Lernkarten auf einen korrekten Fachwortschatz und exakte Formulierungen achtest.

Allzu oft werden in Prüfungen Punkte vergeben, weil die Formulierung der Prüfungs-Antworten schlicht ungenau sind.

Was es beim Lernen mit Lernkarten zu beachten gilt:

Sei ehrlich zu dir selbst!

Das ist die wichtigste Regel überhaupt.

Ja, wenn man eine Karte als „Falsch gelöst“ deklariert, wird sie wieder kommen und man wird sie wieder lernen müssen. Man wird wieder die geistige Anstrengung vornehmen müssen sie zu lösen, ja das kostet Energie.

Es ist darum bedauerlicherweise verführerisch, eine Karte, welche man nicht überzeugend gelöst hat, mit einem Klick auf den nächsten Tag zu verschieben, statt sie in den nächsten Minuten nochmals zu lernen.

Erfolgreich lernen bedeutet diszipliniert zu lernen.

Sei hart zu dir selber!

Wenn du eine Karte nicht gänzlich richtig, oder nur vage gelöst hast, dann klicke auf falsch. Erlöse dich nicht zu schnell von deiner Pflicht! Du betrügst dich sonst nur selber, möchtest du betrogen werden?

Auch Karten, welche du erst nach langem Überlegen richtig lösen konntest, solltest du besser gleich noch einmal lernen und darum ebenso auf „Falsch gelöst“ klicken.

Bei solchen Karten ist dies sogar besonders wichtig, denn nur so „trainierst“ du dein Gehirn am richtigen Ort.

Entwickle gute Gewohnheiten

Das Ziel ist, möglichst häufig und intensiv, statt alles auf einmal zu lernen.

„Lernen ist Wiederholen.“ (Chinesisches Sprichwort)

Etwas vom Wichtigsten beim Lernen ist die Wiederholung. Wenn du alles auf einmal lernen möchtest (und auch noch kurz vor der Prüfung), dann bleibt dir keine Gelegenheit für Repetition.

Es ist eine Frage der Disziplin, diesem Problem entgegenzuwirken.

Mit lernkarten-online gibt es einen simplen Weg, mit dem du nicht einmal zusätzliche Lernzeit einplanen musst.

Gewöhne dir an, wann immer es möglich ist, nebenbei ein paar Karten zu lernen.

Typische Gelegenheiten sind:

  • Auf dem Weg zur Uni/ zur Schule im Zug und im Bus
  • Wenn du irgendwo warten musst (zum Beispiel beim Arzt)
  • Als Beifahrer im Auto
  • Auf der Toilette
  • Wenn dein Date dich versetzt oder warten lässt
  • etc.

Wichtig ist, dass du dich bei solchen Gelegenheiten nicht ablenken lässt.

Lernen ist Kopfarbeit und fordert Energie, weswegen wir häufig schnell dazu neigen, unsere Pflicht auf später zu verschieben.

Damit ist jetzt Schluss.

Damit, dass du diesen Text liest, ist dir ja wohl klar geworden, dass du deine Lerngewohnheiten ändern wirst.

Die Tatsache, dass du gerne mehr wissen willst und deine Noten verbessern möchtest, steckt in dir. Du bist dir dessen bewusst. Dass zwischen dir und deinen Zielen dein innerer Schweinehund steckt.

Du wirst ihn von nun an besiegen!

Ab sofort wird keine Tageszeit mehr damit verschwendet, unwichtige News zu lesen, 100 Mal am Tag die Mailbox zu checken, sinnlosen Aktivitäten auf dem Smartphone nachzugehen. Das einzige was zählt, sind deine Ziele, deine Ausbildung und dein Zeugnis.

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